| Geografische
Aspekte und Pflanzendiversität der
Hengduan Berge und des Shuiluo Tals
Hengduan Berge – Die
Hengduan Berge in Südwest China liegen zwischen 26°-34°
Nord und 96°-104°
Ost, und bedecken eine Fläche von rund 790’000
km².
SW Sichuan, NW Yunnan und Teile von Osttibet umspannend, gehören
sie zu den weltweit reichsten und am meisten gefährdeten
Reservoirs pflanzlicher und tierischer Vielfalt. Das Gebiet
wird auch als „Region der hohen Berge und tiefen Schluchten“
bezeichnet, was auf die charakteristische Topographie hindeutet.
Die Berge erreichen Höhen von bis zu 7500 m, während
die Flüsse, zu denen der Mekong, Salween und Yangtze
gehören, sich in unzählige tiefe Täler und
Schluchten eingeschnitten haben. Die Regenzeit, verursacht
durch den Südwest Monsun des Indischen Ozeans, dauert
vom Juni bis Oktober und hat einen starken Einfluss auf das
Klima und die Vegetation. In den Tälern kann fast bis
zum 29. Breitengrad tropische Vegetation beobachtet
werden.
Botanik
– Botanisch sind
die Hengduan Berge eines der reichsten temperierten Gebiete
der Welt und beherbergen rund 12'000 Arten von Gefässpflanzen.
Diese umfassen 47 endemische Gattungen, und vermutlich auch
eine grosse Anzahl endemischer Arten, doch ist die genaue
Zahl unbekannt. In einem Artikel des „National Geographic“
schätzt Morell die Anzahl der endemischen Arten auf rund
3500.
Medizinal
Pflanzen – Die
Hengduan Berge sind eine reiche Quelle für Heilpflanzen
der Chinesischen und Tibetischen Traditionellen Medizin. Der
Grossteil dieser Pflanzen wird wild gesammelt und verschiedene
Arten sind dadurch in ihrem Bestand gefährdet. Modelle
für nachhaltige Sammlung oder Kultivierung sind deshalb
dringend nötig. Bis vor wenigen Jahren war das Schlagen
von Holz die wichtigste Einnahmequelle der Region und nur
10-20% der ursprünglichen Waldfläche blieb erhalten.
Seit einigen Jahren hat die Chinesische Regierung ein Programm
gestartet, das die verbleibenden Primärwälder zu
schützen versucht. Dieses beinhaltet ein Holzschlagverbot
sowie Wiederaufforstung.
Shuiluo
Tal – Das
Shuiluo Tal liegt im Süden der Hengduan Berge (ca. 28°
N; 101° E), auf einer Höhe von 2000-6000 m. Der Shuiluo
Fluss, ein Nebenfluss des Yangtze, hat eine Länge von
etwa 80 km. Das Klima ist charakterisiert durch saisonalen
Monsun von Juni bis Oktober mit einem durchschnittlichen jährlichen
Niederschlag von etwa 1000 mm. Die Vegetationstypen des Shuiluo
Tales können eingeteilt werden in den ariden bis halbtrockenen
Talgrund, offenes Buschland, subtropische immergrüne
Laubwäler, temperierte und kalttemperierte Nadelwälder,
alpine Buschwälder mit einer Waldgrenze um 4400 m, und
alpine Vegetation.
Für eine Panoramasicht der charakteristischen
Vegetationszonen, klicken Sie bitte auf die Links
(Achtung: grosse Dateien!).
| Vegetation |
Höhe |
Charakteristische
Arten |
Subtropische
Buschvegetation
|
2000-2400
m |
Büsche:
Jasminum nudiflorum, Osteomeles schwerinae,
Pistacia weinmannifolia, Rumex
hastatus, Myrsine africana |
Pinien-
und Eichenmischwälder
|
2400-3500
m |
Bäume:
Pinus yunnanensis, Acer paxii, Phyllanthus
emblica, Quercus spp.
Büsche: Capparis subtenera, Morus acidosa,
Rhododendron cephalantum, R. chartophyllum,
Berberis spp.
Kletterpflanzen: Polygonum spp., Tetrastigma
spp., Vitis spp. |
Nadelmischwälder
und
Rhododendron Dickichte
•
Fotos |
3500-4400
m |
Bäume:
Abies delavayi, Larix potanini, Picea
likiangensis, Quercus dentata, Sorbus
vilmorini
Bäume/Büsche: Juniperus squamata, Rhododendron
recurvum, R. taliense, Salix spp.
|
Alpine
Vegetation
•
Fotos |
oberhalb
4400 m |
Zwergsträucher:
Cassiope selaginoides, Juniperus squamata,
Potentilla fruticosa, Rhododendron spp.,
Salix spp. |
•
Kulturelle
Diversität und soziale Aspekte
•
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Verwendete Literatur
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